Klopp lobt Kuba

Jürgen Klopp nennt die beiden liebevoll „Lolek und Bolek“, und der Spitzname, den Borussia Dortmu…

Jürgen Klopp nennt die beiden liebevoll „Lolek und Bolek“, und der Spitzname, den Borussia Dortmunds Trainer seinen Außenspielern Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski in Anlehnung an die polnische Trickfilm-Serie der 70er-Jahre verpasst hat, unterstreicht seine Anerkennung für die Leistungs-Explosion der beiden Polen, die auch gegen Mainz aufdrehten und über die rechte Seite ein ums andere Mal für gefährliche Szenen sorgten.

Zumindest im Fall von „Kuba“, der seit 2007 für den BVB spielt und der mit seinen elf Toren in 132 Bundesliga-Spielen sein unzweifelhaft vorhandenes Potenzial viel zu selten abgerufen hat, kommt die jüngste Entwicklung durchaus überraschend.

„Kuba“, meint auch Klopp, „hatte lange damit zu kämpfen, dass er nach diversen Muskelverletzungen schon glaubte, dass eine Extrembelastung automatisch wieder zu einer Verletzung führen wird“. Nun „spielt er das, was er kann. Er hat unser System komplett verinnerlicht“.

Chance genutzt

Im Herbst 2011 machte der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft seine Unzufriedenheit über seine Reservisten-Rolle öffentlich. Die Chance, die sich ihm eröffnete, als Mario Götze verletzt ausfiel, hat Blaszczykowski nun eindrucksvoll genutzt. „Er hat erkannt, dass es nicht darum geht, ob er noch spielt, wenn der oder der wieder fit ist“, sagt Klopp. „Wenn er so gut drauf ist, wird er spielen. Das hat er verinnerlicht.“

Rechtzeitig vor der Europameisterschaft im eigenen Land macht Blaszczykowski derzeit Werbung in eigener Sache. „Er spielt nachhaltig auf einem sehr hohen Niveau“, lobt auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc (49), der nun im Sommer entscheiden muss, ob die Zukunft von „Kuba“ noch eng mit Borussia Dortmund verknüpft bleiben wird.

Kuba: Vertrag bis 2013

Dessen Vertrag läuft 2013 aus, und es erscheint kaum vorstellbar, dass der BVB sich der Gefahr aussetzt, dass Blaszczykowski in einem Jahr ablösefrei wechseln kann. „Wir werden das im Sommer analysieren“, sagt Zorc vage. In Polen hat Blaszczykowski verlauten lassen, dass er derzeit nicht in Verhandlungen einsteigen und zunächst die weitere Entwicklung in Dortmund und die Europameisterschaft abwarten will.

Sein Marktwert wird auf circa sechs bis acht Millionen Euro taxiert – eine stattliche Summe, die dem BVB einen satten Transferüberschuss bescheren könnte. An Wisla Krakau überwies Dortmund seinerzeit nur circa drei Millionen Euro.

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