Zeit für den DFB Pokal
Der Deutsche Meister wird es dabei mit zwei Gegnern zu tun bekommen: einem bis in die Haarspitzen motivierten Au&…
Der Deutsche Meister wird es dabei mit zwei Gegnern zu tun bekommen: einem bis in die Haarspitzen motivierten Außenseiter, der für die nächste Sensation sorgen will, und der Witterung. Niemand weiß, wie sich der neu verlegte Rasen, der derzeit von einem Zelt vor Schnee und Kälte geschützt wird, am Dienstag Abend präsentieren wird. Minus fünf Grad sind angesagt – anfühlen soll sich das bei kalten Ostsee-Winden wie minus 13.
Klopp spricht im Vorfeld von „interessanten Platzverhältnissen”, sieht sein Team aber für alle Eventualitäten gewappnet: „Sollte im Verlauf des Spiels ein kollektiver Schuhwechsel erforderlich werden, könnte es auch dieses Novum geben.” Und weiter: „Wir nehmen die äußeren Bedingungen als gegeben hin, wollen unseren bestmöglichen Fußball zeigen und werden je nach Härtegrad des Platzes die Stilmittel ändern.”
Auch die Vorbereitung wird nicht wie gewohnt ablaufen. Bei Abendspielen absolviert die Mannschaft in der Regel eine leichte Einheit am Vormittag. Da in Kiel und Umgebung aber keine Plätze mit Rasenheizung zur Verfügung stehen, verlegt sich der Deutsche Meister auf eine leichte Lauf- und Koordinationseinheit.
Ansonsten verläuft alles so professionell wie vor einem Champions-League- oder Bundesligaspiel. „Wir haben alle Infos, die wir brauchen”, sagt der Cheftrainer, der die letzten beiden Testspiele des Regionalligisten hat beobachten lassen und sich per Videostudium selbst ein Bild von der Mannschaft machte. Er lobt die Arbeit von Trainer Gutzeit („Kiel spielt taktisch auf einem ganz hohen Niveau”) und kennt die Protagonisten aus dem Eff-Eff. Zu jedem Akteur aus der erwarteten Startelf hatte er etwas zu sagen auf der Pressekonferenz am Montag Mittag. Klopps Fazit: „Viele junge, hoch veranlagte Kerle aus den Amateurmannschaften von Werder Bremen und Hannover 96, etwas mehr Erfahrung auf der Doppel-Sechs, und mit Sykora haben sie einen außergewöhnlichen Fußballer – wer weiß, was bei ihm eine größere Karriere verhindert hat.”
In den eigenen Reihen gibt es einige kleinere Fragezeichen: Kehl, der in Nürnberg umgeknickt ist, soll heute wieder trainieren können, Kagawa und Gündogan setzten wegen kleinerer Wehwehchen aus, „und der ein oder andere”, so Klopp, „ist leicht erkältet.”
DFB-Pokal, Viertelfinale
HOLSTEIN KIEL – BORUSSIA DORTMUND
Dienstag, 7. Februar 2012, 20.30 Uhr (Holstein-Stadion)
Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Berzel, Jürgensen (Schulz), Poggenberg – Kazior, Müller – Sachs (Chahed), Sykora, Lindner – Heider
Fraglich: Jürgensen (Trainingsrückstand)
Es fehlt: Siedschlag (Kreuzbandriss)
Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Leitner, Kehl – Kuba, Kagawa, Großkreutz – Lewandowski
Auf der Bank: Langerak – Löwe, Owomoyela, Santana, da Silva, Gündogan, Perisic, Barrios
Fraglich: Kehl (Sprunggelenk)
Es fehlen: Bender (Teilriss des Außenbandes im Sprunggelenk), Götze (Stressreaktion des Schambeins), Koch (Aufbautraining)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin), Assistenten: Harm Osmers, Marcel Pelgrim, Vierter Offizieller: Matthias Anklam
Zuschauer: 11.386 (ausverkauft)











